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Chaotischer Faden entwirrt sich und wird gerade. Auf dem Faden steht SAP ESS.
Schwarze Trennlinie

Digitale Souveränität trotz Cloud ERP

Autor: Dzemal Paftali | Lesezeit: x Minuten

Spätestens seit der Einführung von RISE with SAP treibt SAP die Transformation in Richtung Cloud-Abo-Modell aktiv voran. Softwarelizenzen für den On-Premises Betrieb werden die Seltenheit.

Cloud ERP bedeutet: Die Software läuft nicht mehr auf eigenen Servern, sondern auf Infrastruktur eines Dienstleisters. Das klingt nach einer rein technischen Verlagerung, ist es aber nicht.

Was sich fundamental verändert, ist die Frage der Verantwortung:
Wer betreibt die Infrastruktur? Wer steuert Updates, Wartungsfenster, Performance-Optimierung? Wer ist erreichbar, wenn es kritisch wird? Und, entscheidend für Schweizer Unternehmen, wo liegen die Daten, und wer kann theoretisch auf sie zugreifen?

In diesem Beitrag zeigen wir, welche vier Risiken in Cloud-Evaluationen am häufigsten unterschätzt werden, was sie für deinen Betrieb konkret bedeuten und wie ein souveränes Modell aussieht, das Agilität und Kontrolle verbindet.

Cloud ERP? Die Betriebsmodelle kurz erklärt

Bevor wir zu den Risiken kommen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Cloud Landschaft. Abhängig von deinen Bedürfnissen, hast du verschiedene Möglichkeiten:

  • Public Cloud
    z.B. SAP GROW

    Geteilte Infrastruktur, dynamisch skalierbar. Für nicht-kritische Workloads sinnvoll. Bei geschäftskritischen SAP-Systemen mit regulatorischen Anforderungen aber ist Vorsicht geboten.

  • Private Cloud standardisiert
    z.B. SAP RISE

    Dedizierte Infrastruktur auf Hyperscaler-Basis. Klare Betriebsverantwortung beim Anbieter, enge SAP-Roadmap-Integration. Aber konsequenter Clean-Core-Ansatz und eingeschränkte individuelle Anpassungen.

  • Private Cloud souverän
    z.B. Swiss Secure Hosting

    Dedizierte Infrastruktur unter Schweizer Eigentümerschaft. Individuelle Lösungen, direkter technischer Durchgriff, volle Datenkontrolle.

4 Risiken, die du im Blick haben musst

#1 US Cloud Act

Der Serverstandort allein schützt dich nicht

Entscheidend ist nicht wo der Server steht, sondern welchem Recht der Anbieter unterliegt. Unternehmen mit Basis in den USA sind zur Herausgabe von Daten verpflichtet, unabhängig vom physischen Standort des Servers (IDC, 2024). Das erschwert die lückenlose Einhaltung des Schweizer Datenschutzrechts (revDSG) und führt zu einem persönlichen Haftungsrisiko für Verantwortliche bei Organisationsverschulden (McKinsey, 2024).

Achte also nicht nur auf den Serverstandort, sondern auch darauf, welchem Recht der Anbieter untersteht.

#2 Clean Core

Standardisierung ist sinnvoll, bis sie deinen Wettbewerbsvorteil angreift

Clean Core bedeutet, dass der Quellcode unverändert bleibt. Erweiterungen können über definierte Schnittstellen erfolgen, aber standardisierte Prozesse werden priorisiert.

Dies funktioniert, solange dein Wettbewerbsvorteil nicht in deinen Prozessen steckt. Welche Prozesse spiegeln deine Fertigungslogik, deine Qualitätsstandards, deine Kundenintegrationen wider? Welche Prozesse können standardisiert werden und welche machen den entscheidenden Unterschied? Diese Entscheidung sollte bei dir liegen.

#3 Point of No Return

Wer heute SAP On-Premises-Lizenzen besitzt, hat eine Verhandlungsposition

Deine On-Premises-Lizenzen geben dir die Freiheit, Betriebsmodelle zu vergleichen, Partner zu wechseln und deinen eigenen Weg zu gehen. Wenn du sie für ein Abo-Modell aufgibst, gibst du dauerhaft deine Eigentumsrechte ab. Ein wechsel zurück ist faktisch blockiert (Lünendonk, 2025).

Unterschätze nicht den Wert deiner On-Premise-Lizenz. Keine Cloud-Strategie ohne Exit-Plan.

#4 Total Cost of Ownership

Der Einstiegspreis ist selten der Endpreis

Marktanalysen zeigen, dass die tatsächlichen Gesamtkosten standardisierter Modelle die ursprüngliche Planung häufig um 25 bis 40 Prozent übersteigen. Getrieben durch zu geringes Initial-Sizing und jährliche Preisanpassungsklauseln (IDC, 2024; Gartner, 2025).

Lass dich nicht zu schnell von Rabatten locken. Plane mit dem realen TCO über 5 Jahre.

Wie Swiss Secure Hosting diese Risiken adressiert

Wir bei Innflow bieten ein Hosting, das Cloud-Vorteile mit Schweizer Anforderungen verbindet:

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Schweizer Eigentümerschaft

Innflow ist CH-inhabergeführt und unser Hosting läuft über eigene Datencenter. Keine US-Verknüpfung, kein Cloud Act-Risiko.

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Deine Prozesse, deine Differenzierung

Du hast freie Hand bei der Lösungsgestaltung. Wir standardisieren, wo sinnvoll und schützen, was deinen Wettbewerbsvorteil ausmacht. Bei uns gibt es kein erzwungenes Clean-Core-Korsett.

Gelbe Trennlinie

Keine Cloud Strategie ohne Exit-Plan

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Planbare Kosten ohne Überraschungen

Wir arbeiten mit klar kalkulierbaren Modellen und einer flexiblen Preisgestaltung. Damit dein System immer zu deinem Bedarf passt.

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Souveränität ist nicht das Gegenteil von Cloud

Die Cloud ist eine echte Chance, wenn du die richtigen Fragen stellst:

  • Welchem Recht untersteht mein Anbieter?

  • Welche meiner Prozesse sind Standard und welche sind mein Wettbewerbsvorteil?

  • Was gebe ich mit meiner Lizenz dauerhaft auf?

  • Was kostet die Lösung wirklich über fünf Jahre?

  • Gibt es einen dokumentierten Exit-Plan?

Stelle dir diese Fragen und triff die informierte Entscheidung, die für dich und dein Unternehmen stimmt.

Möchtest du wissen, wie das für dein Unternehmen aussieht?

In einem kompakten Check analysieren wir gemeinsam deine Situation: wo du heute stehst, welche Betriebsmodelle für deinen SAP-Betrieb in Frage kommen und wie Swiss Secure Hosting für dich konkret aussehen würde.

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Senior Manager Business Development
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